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Das in Nebel gehüllte Heiligenberg begrüßte am Samstag, 17. November 2012, die rund 80 Teilnehmer zur Informationsveranstaltung „Aus der Trauer wächst die Kraft“ im Sennhof, Schloss Heiligenberg. Eingeladen dazu hatte der Bundesverband Kinderhospiz e.V. und die Friedwald GmbH. Bürgermeister Frank Amann nutzte die Gelegenheit, um die Besucher ebenfalls herzlich willkommen zu heißen. Heiligenberg sei ein besonderer Ort – ein Ort zwischen Himmel und Erde, so der Bürgermeister.

Was passiert mit den Menschen, die nach einem Todesfall zurück bleiben? Was passiert mit den Kindern, deren Bruder oder Schwester gestorben ist? Ist Trost möglich? Ist Schmerz vergänglich? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Referenten, darunter der ehemalige Lehrer und heutige Trauerbegleiter Martin Siebert, die Trauerrednerin Giselle Beringer und Michaela Müller vom Hospiz Stuttgart. Seit 2011 arbeitet sie beim Hospiz Stuttgart, leitet dort den ambulanten Kinder- und Jugendhospizbereich und wird später den geplanten stationären Bereich übernehmen. Berufsbegleitend absolviert sie die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung. Die Ethnologin Dr. des.Bettina Volk-Kopplin berichtete über Bestattungsrituale, und wie sie sich von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit verändert haben. Nicola Lüke führte in die Entstehungsgeschichte des Friedwalds ein. Sabine Kraft berichtete über ihre Tätigkeit und Erfahrungen als Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V. Schon früh hat Sabine Kraft mitbekommen, was es heißt, wenn Kinder sterben, wenn kleine Menschen viel zu früh aus dem Leben scheiden. Ihr eigener Bruder wurde nur drei Monate alt. Während ihrer Ausbildung und in ihrem Berufsleben hat sich die 54-Jährige dementsprechend immer wieder um die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft gekümmert. Kraft engagiert sich auch auf internationaler Ebene als Vizepräsidentin im ICPCN, dem International Childrens Palliative Care Network.

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Die anschließenden Waldführungen im FriedWald Heiligenberg boten den Besuchern die Möglichkeit, die alternative Bestattungsform in freier Natur kennen zu lernen und die Atmosphäre des Waldes zu erleben.

Zum Artikel der Veranstaltung auf www.friedwald.de