180418 KLL Vorbereitung

Kinderhospizeinrichtungen in ganz Deutschland freuen sich auf den Kinder-Lebens-Lauf – Ehrenamtliche fĂŒr Laufstrecken gesucht

Nur noch wenige Wochen, dann fĂ€llt der Startschuss fĂŒr den Kinder-Lebens-Lauf.
Die Kampagne des Bundesverbands Kinderhospiz verbindet bundesweit rund 100 Kinderhospizeinrichtungen. In der Art einer Pilgerreise werden die ambulanten Dienste, stationĂ€ren Kinderhospize, Selbsthilfegruppen oder Fördervereine der Kinderhospizarbeit angelaufen oder mit dem Fahrrad, per Schiff, Kutsche, im Rollstuhl oder mit einem Krankenhausbett miteinander verbunden. „Uns geht es darum zu zeigen, welche Hilfsangebote der Kinderhospizarbeit es in Deutschland gibt und auf deren Arbeit aufmerksam zu machen“, sagt Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverband Kinderhospiz.
Als Schirmherrin des Kinder-Lebens-Laufs wird sich Elke BĂŒdenbender, die Frau von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier, fĂŒr die ĂŒber 40.0000 Familien in Deutschland stark machen, die ein Kind mit einer lebensverkĂŒrzenden Erkrankung haben: Bei der Eröffnung am 4. Juni wird Elke BĂŒdenbender in Berlin die engelsförmige Fackel an ein betroffenes Kind ĂŒbergeben, das die allerersten Meter der enormen Gesamtstrecke von ĂŒber 6000 Kilometern zurĂŒcklegen darf. Die „First Lady“ Deutschlands wird damit eine Bewegung in Gang bringen, die weit mehr Auswirkungen haben wird als nur bewĂ€ltigte Entfernungen.
Der deutsche Kinder-Lebens-Lauf setzt auch internationale MaßstĂ€be: Sabine Kraft ist auch Vorsitzende von ICPCN, dem internationalen Netzwerk fĂŒr Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen. Vor dem Start in Berlin wird sie bei einer internationalen Konferenz in SĂŒdafrika allen teilnehmenden Staaten eine Engels-Fackel ĂŒberreichen. „Millionen Kinder auf der Welt bekommen gar keine oder nur eine ungenĂŒgende palliative Versorgung. Es ist leicht, diese Tatsachen zu ĂŒbersehen, denn schwerstkranke Kinder kommen in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie gar nicht vor. Die weltweiten Kinder-Lebens-LĂ€ufe sollen das Recht eines jeden jungen Menschen stĂ€rken, angemessen versorgt zu werden. Überall!“
WĂ€hrend der Bundesverband Kinderhospiz in Deutschland die bundesweite Gesamtkoordination des Kinder-Lebens-Laufs ĂŒbernimmt, sind auch die einzelnen Mitgliedsorganisationen schon voll in der Planung. Laufgruppen und Sportvereine aus ganz Deutschland sagen ihre UnterstĂŒtzung zu. So wurde die Strecke zum Beispiel aufgrund einer besonders enthusiastischen Bewerbung kurzerhand auch noch ĂŒber die Insel Usedom verlegt. Sommerliche Partys, feierliche Übergaben oder auch ganz kleine, familiĂ€r gehaltene Feiern mit betroffenen Familien sind geplant, wenn die Engels-Fackel vorbei getragen wird. „Wir haben schon wunderbare RĂŒckmeldungen von freiwilligen Helfern bekommen“, berichtet Kerstin Otillinger. Als Koordinatorin der Kampagne beim Bundesverband Kinderhospiz unterstĂŒtzt sie die Mitgliedseinrichtungen bei der Planung der einzelnen Etappen. „ Sogar ein LokfĂŒhrer hat sich bei mir gemeldet“, freut sie sich –der möchte Fackel und betroffene Kinder auf einer malerischen Strecke durch den Schwarzwald befördern. Der genaue Streckenplan wird in KĂŒrze feststehen und auf www.kinder-lebens-lauf.de einzusehen sein.
Der Bedarf an Helfern ist riesig: Um die ĂŒber 6000 Kilometer des Kinder-Lebens-Laufs abdecken zu können, hofft die Gemeinschaft des Bundesverbands Kinderhospiz auf weitere ehrenamtliche UnterstĂŒtzer, die eine Wegstrecke ĂŒbernehmen möchten. Interessierte können sich unter kinderlebenslauf@bundesverband-kinderhospiz.de oder telefonisch unter 07653/826 40 43 bei Kerstin Otillinger melden, die dann den Kontakt zu den Einrichtungen vor Ort herstellt.
Mit in den Lauf eingebunden werden auch Kooperationspartner des Bundesverbands Kinderhospiz wie zum Beispiel die Firma JKT Immobilien, die Deutsche Fernsehlotterie, Fitness-Experte Michael Bauer und die Kindersitz-Firma Zwergperten. Sie alle unterstĂŒtzen den Kinder-Lebens-Lauf als Premiumsponsoren.
„Wir freuen uns ĂŒber jeden Beitrag zum Kinder-Lebens-Lauf“, versichert Sabine Kraft. „Jeder kleine Schritt auf unserem Weg setzt ein großes Zeichen fĂŒr unheilbar kranke Kinder!“

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